E-Commerce, 2026

whyraw: Ein Headless-Shopify-Storefront, der sich wie die Kamera anfühlt

Next.js-Frontend statt Liquid-Theme, headless an Shopify angebunden. Shopify bleibt Katalog, Warenkorb und Checkout, das Frontend gehört der Marke: Cam Booth im Browser, Out-of-Cam-Galerie und ein Release-Countdown auf der Produktseite. Keine fremden App-Skripte, 100 von 100 Punkten im Ahrefs-Site-Audit. Live fünf Tage nach dem ersten Storefront-Commit, Fotografie von Nico Soica.

Ergebnis
5 Tagevom Baustart bis live
Umfang
Ausgeliefert: Headless-Storefront, Design, Betrieb
Eingesetzte Technologien
Next.js, Shopify Storefront API, GraphQL Codegen, TypeScript, Playwright, Vercel BotID, Vercel
whyraw.de
Screenshot der Website whyraw
Live ansehen

Projektverlauf

Datiert aus der Git-Historie und der Projektdoku.

  1. Storefront API für Produkte und Warenkorb angebunden
  2. Out-of-Cam-Galerie, FAQ und Branding
  3. Cam-Booth, iOS-PWA, Rechtstexte
  4. Warenkorb gehärtet, Playwright-Tests, live (Go-live)

Ausgangslage

whyraw verkauft Kameras für Leute, die das Bild so nehmen, wie es entsteht: keine Nachbearbeitung, keine Korrektur, „straight out of cam“. Das ist die Marke, und genau das konnte das Theme nicht zeigen. Gewünscht war ein Frontend, das sich wie das Produkt anfühlt: schnell, eigenwillig, zum Ausprobieren. Und trotzdem alles, was ein Shop in Deutschland braucht.

Was wir gebaut haben

Storefront. Next.js mit der Shopify Storefront API, alle Abfragen typisiert über GraphQL-Codegen. Shopify bleibt Katalog, Warenkorb und Checkout. Alles, was Kundinnen und Kunden sehen, kommt aus dem eigenen Code.

Funktionen, die kein Theme hergibt. Im Cam Booth wird der Besucher selbst zur Kamera: Live-Bild im Browser, Auslöser, whyraw-Look, fertiges Foto zum Speichern. Alles läuft im Browser, nichts wird hochgeladen oder gespeichert. Die Out-of-Cam-Galerie zeigt unbearbeitete Aufnahmen der Kameras, filterbar nach Modell. Auf noch nicht freigegebenen Produkten läuft statt einer „bald verfügbar“-Meldung ein Kamera-Display mit Countdown, das sich im richtigen Moment von selbst entsperrt.

Schnell, weil nichts Fremdes mitläuft. Ein eigenes Frontend heißt: keine App-Skripte, die man nicht kontrolliert, und keine Ladezeit, die mit jeder neuen App wächst. Im Ahrefs-Site-Audit erreicht der Shop 100 von 100 Punkten.

Verlässlich im Alltag. Der Shop unterscheidet sauber zwischen „nichts im Warenkorb“ und „Shopify antwortet gerade nicht“ und sagt beides ehrlich. Eine eigene Testreihe fährt den kompletten Shop gegen eine unerreichbare Shopify-Adresse und prüft, was Kunden dann sehen.

Recht und Betrieb. Elektronische Widerrufsfunktion in zwei Schritten, ohne Login, mit Bestätigung an Kunde und Händler. Cookie-Einstellungen laufen über Shopifys eigenen Dialog und sind jederzeit wieder aufrufbar. Die Formulare sind gegen Bots geschützt.

Auffindbar, auch für Maschinen. Der Shop liefert eine maschinenlesbare Übersicht seiner Seiten und Produkte, damit KI-Assistenten das Sortiment richtig wiedergeben. Klick-Parameter aus Werbung und Preisportalen überleben den Sprung zum Checkout.

Ergebnis

Live nach fünf Tagen. Vom ersten Storefront-Commit am 14. Mai bis zum Go-live am 19. Mai 2026, inklusive Warenkorb, Checkout und Rechtstexten. Die Bildsprache kommt von Fotograf Nico Soica, das Frontend ist um seine Bilder herum gebaut.

Ein Markt ist live. Die Struktur für 27 EU-Länder und die Schweiz liegt im Code, das Freischalten ist ein Schalter und kein Umbau.

Erkenntnis

Headless lohnt sich nicht für jeden Store. Es lohnt sich, wenn das Frontend Teil des Produkts ist. Dann ist Shopify im Hintergrund die verlässliche Hälfte, und vorne entsteht etwas, das kein Theme hergibt: schneller, eigenständig und ohne fremde Skripte, die niemand bestellt hat.

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