„Headless“ heißt: Shopify bleibt Katalog, Warenkorb und Checkout, aber alles, was Kundinnen und Kunden sehen, kommt aus eigenem Code. Kein Liquid-Theme, sondern ein Frontend auf Next.js, das über die Storefront API mit Shopify spricht.
Das ist nicht automatisch besser. Für die meisten Stores ist ein gut gebautes Theme die günstigere Antwort: Es bleibt nah an Shopify, das Team pflegt Inhalte weiter im Editor, Updates bleiben planbar. Wer ein Theme nur entschlacken muss, braucht kein Headless. Dazu gibt es einen eigenen Artikel. Dieser zeigt, wann sich der andere Weg lohnt.
Mit Theme
- ShopifyKatalog, Warenkorb, Checkout
- Liquid-Theme und AppsJede App bringt eigene Skripte mit
- Besucher
Was der Shop kann, bestimmen Theme und App-Store.
Headless
- ShopifyKatalog, Warenkorb, Checkout
- Eigenes Frontend auf Next.jsÜber die Storefront API, eigener Code
- Besucher
Shopify bleibt die Hälfte, die verkauft. Was Besucher sehen, gehört Ihnen.
Wann Headless die richtige Wahl ist
Ein eigenes Frontend lohnt sich, wenn der Shop Teil des Produkts ist und ein Theme das nicht mehr abbildet. Drei Anzeichen:
- Die Marke braucht Funktionen, die kein Theme hergibt. Bei whyraw, einem Hersteller von Kameras, die bewusst weniger können, war das der Cam Booth: Der Besucher wird im Browser selbst zur Kamera, mit Live-Bild, Auslöser und dem Look der Marke. Dazu eine Galerie mit unbearbeiteten Aufnahmen und ein Countdown auf noch nicht freigegebenen Produkten, der sich im richtigen Moment von selbst entsperrt.
- Ladezeit ist Teil des Markenversprechens. Ohne fremde App-Skripte bleibt die Seite schnell. whyraw erreicht im Ahrefs-Site-Audit 100 von 100 Punkten.
- Das Frontend soll dem Unternehmen gehören. Code, Infrastruktur und Zugänge liegen beim Kunden, nicht bei einem Theme-Anbieter.
Die Startseite von whyraw: Der erste Knopf führt in den Cam Booth, nicht in den Shop.
Kennen Sie keines der drei Anzeichen, ist ein schlankes Theme fast immer der bessere Weg. Wie viele fremde Skripte Ihr Shop heute lädt, zeigt der Shopify-Check: Shop-Adresse eingeben, erste Ergebnisse in Sekunden.
Was Shopify weiterhin macht
Alles, was einen Shop im Alltag trägt, bleibt bei Shopify: Katalog, Warenkorb, Rabatte, Checkout, Zahlung. Produkte und Preise pflegt das Team weiter im Shopify-Admin. Das eigene Frontend fragt diese Daten typisiert über GraphQL ab und zeigt sie an. Bei whyraw kamen ein Widerruf in zwei Schritten ohne Login, Cookie-Einstellungen über Shopifys eigenen Dialog und Bot-Schutz auf den Formularen dazu.
Was ein eigenes Frontend zusätzlich braucht
Headless verschiebt Verantwortung. Was das Theme sonst mitbringt, muss das Frontend selbst leisten:
| Aufgabe | Im Theme | Headless, am Beispiel whyraw |
|---|---|---|
| Fehlerfälle | Regelt Shopify | Der Shop unterscheidet „nichts im Warenkorb“ von „Shopify antwortet gerade nicht“. Eine Testreihe fährt ihn gegen eine unerreichbare Shopify-Adresse. |
| Auffindbarkeit | Sitemap und Produktdaten liefert Shopify | Sitemap, strukturierte Daten und eine maschinenlesbare Produktübersicht für Suchmaschinen und KI-Assistenten |
| Tracking-Parameter | Bleiben im Shop | Klick-Parameter aus Werbung und Preisportalen werden bis zum Checkout weitergereicht |
| Seiteninhalte | Im Theme-Editor | Im Code oder in einem angebundenen CMS, vorher festgelegt |
| Betrieb | Hostet Shopify | Hosting, Monitoring und Deployments gehören zur Übergabe, nicht zum Nachtrag |
Wie lange das dauert
Bei whyraw: fünf Tage vom ersten Storefront-Commit bis zum Go-live, inklusive Warenkorb, Checkout und Rechtstexten.
- Storefront API für Produkte und Warenkorb angebunden
- Out-of-Cam-Galerie, FAQ und Branding
- Cam-Booth, iOS-PWA, Rechtstexte
- Warenkorb gehärtet, Playwright-Tests, live
Aus der Git-Historie des Projekts, zusammengefasst je Arbeitstag.
Fünf Tage sind kein Versprechen für jeden Store. Sie zeigen, was möglich ist, wenn der Umfang klar ist und die Person, die entscheidet, mit am Tisch sitzt. Den ganzen Aufbau zeigt die Referenz whyraw: Ein Kamera-Shop, der sich wie die Kamera anfühlt.
Häufige Fragen
Was ist Headless Shopify?
Shopify verwaltet weiter Produkte, Warenkorb, Checkout und Zahlung. Die Seiten, die Besucher sehen, kommen nicht aus einem Liquid-Theme, sondern aus einem eigenen Frontend, etwa auf Next.js, das über die Storefront API mit Shopify spricht.
Lohnt sich Headless für jeden Shopify-Shop?
Nein. Für die meisten Shops ist ein schlankes Theme günstiger und leichter zu pflegen. Headless lohnt sich, wenn die Marke Funktionen braucht, die kein Theme hergibt, oder wenn das Frontend Teil des Produkts ist.
Kann mein Team Produkte weiter in Shopify pflegen?
Ja. Produkte, Preise, Rabatte und Bestellungen bleiben im Shopify-Admin. Was sich ändert, sind die Seiteninhalte außerhalb des Katalogs: Die liegen im Code oder in einem angebundenen CMS. Das legen wir vor dem Bau fest.
Wie lange dauert ein Headless-Shopify-Shop?
Das hängt vom Umfang ab. whyraw war fünf Tage nach dem ersten Storefront-Commit live, inklusive Warenkorb, Checkout und Rechtstexten. Das ist ein Beleg, kein Versprechen für jeden Shop.