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Headless Shopify mit Next.js: Wann es sich lohnt und wann nicht

Ein eigenes Frontend vor Shopify klingt nach mehr Aufwand als ein Theme. Für die meisten Stores ist es das auch. Bei whyraw war es die richtige Wahl: live nach fünf Tagen, ohne fremde App-Skripte, mit Funktionen, die kein Theme hergibt. Woran man erkennt, welcher Weg passt.

„Headless“ heißt: Shopify bleibt Katalog, Warenkorb und Checkout, aber alles, was Kundinnen und Kunden sehen, kommt aus eigenem Code. Kein Liquid-Theme, sondern ein Frontend auf Next.js, das über die Storefront API mit Shopify spricht.

Das ist nicht automatisch besser. Für die meisten Stores ist ein gut gebautes Theme die günstigere Antwort: Es bleibt nah an Shopify, das Team pflegt Inhalte weiter im Editor, Updates bleiben planbar. Wer ein Theme nur entschlacken muss, braucht kein Headless. Dazu gibt es einen eigenen Artikel. Dieser zeigt, wann sich der andere Weg lohnt.

Was sich ändert und was bleibt

Mit Theme

  1. ShopifyKatalog, Warenkorb, Checkout
  2. Liquid-Theme und AppsJede App bringt eigene Skripte mit
  3. Besucher

Was der Shop kann, bestimmen Theme und App-Store.

Headless

  1. ShopifyKatalog, Warenkorb, Checkout
  2. Eigenes Frontend auf Next.jsÜber die Storefront API, eigener Code
  3. Besucher

Shopify bleibt die Hälfte, die verkauft. Was Besucher sehen, gehört Ihnen.

Wann Headless die richtige Wahl ist

Ein eigenes Frontend lohnt sich, wenn der Shop Teil des Produkts ist und ein Theme das nicht mehr abbildet. Drei Anzeichen:

  • Die Marke braucht Funktionen, die kein Theme hergibt. Bei whyraw, einem Hersteller von Kameras, die bewusst weniger können, war das der Cam Booth: Der Besucher wird im Browser selbst zur Kamera, mit Live-Bild, Auslöser und dem Look der Marke. Dazu eine Galerie mit unbearbeiteten Aufnahmen und ein Countdown auf noch nicht freigegebenen Produkten, der sich im richtigen Moment von selbst entsperrt.
  • Ladezeit ist Teil des Markenversprechens. Ohne fremde App-Skripte bleibt die Seite schnell. whyraw erreicht im Ahrefs-Site-Audit 100 von 100 Punkten.
  • Das Frontend soll dem Unternehmen gehören. Code, Infrastruktur und Zugänge liegen beim Kunden, nicht bei einem Theme-Anbieter.
Startseite von whyraw.de: Logo in Handschrift auf dunklem Grund, darunter die Knöpfe Cam ausprobieren und Zum Shop Die Startseite von whyraw: Der erste Knopf führt in den Cam Booth, nicht in den Shop.

Kennen Sie keines der drei Anzeichen, ist ein schlankes Theme fast immer der bessere Weg. Wie viele fremde Skripte Ihr Shop heute lädt, zeigt der Shopify-Check: Shop-Adresse eingeben, erste Ergebnisse in Sekunden.

Was Shopify weiterhin macht

Alles, was einen Shop im Alltag trägt, bleibt bei Shopify: Katalog, Warenkorb, Rabatte, Checkout, Zahlung. Produkte und Preise pflegt das Team weiter im Shopify-Admin. Das eigene Frontend fragt diese Daten typisiert über GraphQL ab und zeigt sie an. Bei whyraw kamen ein Widerruf in zwei Schritten ohne Login, Cookie-Einstellungen über Shopifys eigenen Dialog und Bot-Schutz auf den Formularen dazu.

Was ein eigenes Frontend zusätzlich braucht

Headless verschiebt Verantwortung. Was das Theme sonst mitbringt, muss das Frontend selbst leisten:

AufgabeIm ThemeHeadless, am Beispiel whyraw
FehlerfälleRegelt ShopifyDer Shop unterscheidet „nichts im Warenkorb“ von „Shopify antwortet gerade nicht“. Eine Testreihe fährt ihn gegen eine unerreichbare Shopify-Adresse.
AuffindbarkeitSitemap und Produktdaten liefert ShopifySitemap, strukturierte Daten und eine maschinenlesbare Produktübersicht für Suchmaschinen und KI-Assistenten
Tracking-ParameterBleiben im ShopKlick-Parameter aus Werbung und Preisportalen werden bis zum Checkout weitergereicht
SeiteninhalteIm Theme-EditorIm Code oder in einem angebundenen CMS, vorher festgelegt
BetriebHostet ShopifyHosting, Monitoring und Deployments gehören zur Übergabe, nicht zum Nachtrag

Wie lange das dauert

Bei whyraw: fünf Tage vom ersten Storefront-Commit bis zum Go-live, inklusive Warenkorb, Checkout und Rechtstexten.

Bauprotokoll whyraw: vom ersten Commit bis live
  1. Storefront API für Produkte und Warenkorb angebunden
  2. Out-of-Cam-Galerie, FAQ und Branding
  3. Cam-Booth, iOS-PWA, Rechtstexte
  4. Warenkorb gehärtet, Playwright-Tests, live

Aus der Git-Historie des Projekts, zusammengefasst je Arbeitstag.

Fünf Tage sind kein Versprechen für jeden Store. Sie zeigen, was möglich ist, wenn der Umfang klar ist und die Person, die entscheidet, mit am Tisch sitzt. Den ganzen Aufbau zeigt die Referenz whyraw: Ein Kamera-Shop, der sich wie die Kamera anfühlt.

Häufige Fragen

Was ist Headless Shopify?

Shopify verwaltet weiter Produkte, Warenkorb, Checkout und Zahlung. Die Seiten, die Besucher sehen, kommen nicht aus einem Liquid-Theme, sondern aus einem eigenen Frontend, etwa auf Next.js, das über die Storefront API mit Shopify spricht.

Lohnt sich Headless für jeden Shopify-Shop?

Nein. Für die meisten Shops ist ein schlankes Theme günstiger und leichter zu pflegen. Headless lohnt sich, wenn die Marke Funktionen braucht, die kein Theme hergibt, oder wenn das Frontend Teil des Produkts ist.

Kann mein Team Produkte weiter in Shopify pflegen?

Ja. Produkte, Preise, Rabatte und Bestellungen bleiben im Shopify-Admin. Was sich ändert, sind die Seiteninhalte außerhalb des Katalogs: Die liegen im Code oder in einem angebundenen CMS. Das legen wir vor dem Bau fest.

Wie lange dauert ein Headless-Shopify-Shop?

Das hängt vom Umfang ab. whyraw war fünf Tage nach dem ersten Storefront-Commit live, inklusive Warenkorb, Checkout und Rechtstexten. Das ist ein Beleg, kein Versprechen für jeden Shop.

Woran arbeiten Sie gerade?

30 Minuten per Video mit Kevin Ludwig, kostenlos. Sie schildern Ihr Vorhaben, danach wissen Sie, ob es passt und welcher Einstieg der richtige ist. Oder Sie schreiben uns, ein Satz genügt.

„Auf ihn ist einfach Verlass.“

Judith Hickel, Gloria Kollektiv e.V.

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