Sechs Apps, ein Übersetzungsdienst, rund 360 € im Monat. Dazu Skripte in jeder einzelnen Seite, die niemand bewusst bestellt hat. So sah der Shopify-Store von LOULEX aus, bevor wir aufgeräumt haben. Und so sieht fast jeder Store aus, der ein paar Jahre gewachsen ist.
- Übersetzungsdienst vor dem Shop
- 299 €
- entfällt
- Sechs Apps für Dinge, die das Theme kann
- ~60 €
- entfällt
~360 €weniger, jeden Monat
- bessere Note im technischen SEO-Check
- 3×
- Monate, bis sich der Umbau allein über die Lizenzen rechnet
- ~9
Quelle: LOULEX-Referenz
Denn ein Shopify-Store wächst selten nach Plan. Jemand braucht Tabs auf der Produktseite, also kommt eine App. Die Ankündigungsleiste soll den Text wechseln, also die nächste. Cross-Selling im Warenkorb, Consent-Banner, ein Tracking-Skript. Nach drei Jahren stehen zwölf Apps im Admin, jede mit eigener Monatsrechnung, und niemand weiß mehr, welche davon der Shop wirklich braucht.
Das Unbequeme daran: Viele dieser Apps machen Dinge, die Ihr Theme längst selbst kann.
Was Apps wirklich kosten
Eine App kostet Sie dreimal, und nur einmal steht es auf der Rechnung.
1. Das Abo. Einzeln wirkt jede App günstig. Zusammen läppert es sich. Ein Beispiel: Fünf Apps zu je 20 bis 40 € im Monat sind 1.200 bis 2.400 € im Jahr, Jahr für Jahr. Bei mehrsprachigen Shops kommt oft ein Übersetzungsdienst dazu, bei LOULEX allein 299 € im Monat.
2. Die Ladezeit. Fast jede App lädt eigenes JavaScript, und zwar meist auf jeder Seite, nicht nur dort, wo sie gebraucht wird. Jedes Skript verlängert die Zeit, bis Ihre Kundschaft den Kaufen-Button sieht. Langsamere Seiten schneiden auch in der Suche schlechter ab.
3. Das Update-Risiko. Apps greifen an Stellen ins Theme, die niemand dokumentiert hat. Beim nächsten Theme-Update weiß deshalb keiner, was danach noch funktioniert. Also wird das Update verschoben, und der Shop veraltet.
Rechnen Sie es für Ihren Store kurz durch. Die Summe ist fast immer höher als gedacht, und die Ladezeit steht noch gar nicht auf der Rechnung.
Zu finden im Shopify-Admin unter „Apps“.
Pro Monat. Kostenlose Apps zählen mit 0.
Etwa Weglot oder Langify. Ohne Dienst: 0.
Startwerte sind Beispiele. Gerechnet sind nur die Abos, ohne Ladezeit und Aufwand bei Theme-Updates.
App-Inventur besprechenWas wir bei LOULEX rausgeworfen haben
LOULEX verkauft in sieben Sprachen. Beim Umbau haben wir sechs Apps entfernt. Ihre Funktionen gehören jetzt fest zum Shop:
| App für | Jetzt | Was es bringt |
|---|---|---|
| Seitenbaukasten | Fertige Bausteine im Shopify-Editor | Team baut Seiten selbst, im Look des Shops |
| Tabs auf der Produktseite | Details ausgeschrieben untereinander | Besser lesbar, auch für Google, kein Skript |
| Ankündigungsleiste | Baustein im Kopf der Seite | Text und Link pflegt das Team selbst |
| Cross-Selling | Direkt auf Produktseite und im Warenkorb | Empfehlungen aus den eigenen Produktdaten |
| Consent-Banner | Shopifys eigener Dialog | Eine Abhängigkeit weniger |
| Newsletter-Anmeldung | Direkt an den Mail-Dienst | Keine App dazwischen |
Der LOULEX-Shop heute: gleiche Marke, sechs Apps weniger im Hintergrund.
Dazu kam der externe Übersetzungsdienst, der sich vor den Shop legte und die Texte erst beim Ausliefern austauschte. Den hat eine eigene Lösung ersetzt, die direkt in Shopify übersetzt. Wie das funktioniert, zeigen wir in einem eigenen Artikel.
App-Inventur in 30 Minuten
Sie müssen nichts umbauen, um herauszufinden, ob sich das für Ihren Store lohnt. Eine halbe Stunde reicht.
- Liste machen. Öffnen Sie im Shopify-Admin den Bereich „Apps“ und schreiben Sie jede App mit ihrem Monatspreis in eine Tabelle.
- Was macht sie wirklich? Schreiben Sie in einem Satz dazu, was die App im Shop tut. Oft ist es weniger, als der Name verspricht: Ein „Page Builder“ baut am Ende Abschnitte mit Bild und Text, und das kann jedes aktuelle Theme selbst.
- Wie oft wird sie gebraucht? Täglich, im Monat, im Quartal? Eine App, die das Team einmal im Quartal öffnet, rechtfertigt keine Skripte auf jeder Seite.
- Was kostet sie? Neben den Preis gehört die Frage, ob die App auf jeder Seite lädt. Das verrät Ihnen jeder, der Ihr Theme betreut, in wenigen Minuten.
- Markieren. Alles, was nur Darstellung ist, also Layouts, Tabs, Leisten, Empfehlungen aus Produktdaten, Formulare und Einwilligung, ist ein Kandidat zum Ersetzen.
Am Ende haben Sie eine Liste mit zwei Spalten: bleibt und kann weg. Die zweite Spalte ist Ihr Einsparpotenzial.
Welche Apps bleiben dürfen
Nicht jede App ist überflüssig. Bleiben darf, was echte Logik außerhalb des Shops braucht: Zahlungsanbieter, Versanddienstleister, Bewertungen mit externem Nachweis, die Anbindung an die Buchhaltung. Auch hier gilt: eine App je Aufgabe, und sie muss ihren Platz auf der Rechnung verdienen. Was gekündigt wird, entscheidet am Ende der Store-Betreiber, nicht wir.
Damit der App-Stack nicht nachwächst
Aufräumen bringt wenig, wenn in einem Jahr wieder zwölf Apps im Admin stehen. Deshalb ist bei LOULEX jede Änderung am Theme dokumentiert und nachvollziehbar gespeichert, und was das Team im Editor pflegt, wird täglich gesichert.
Das hat zwei Folgen. Das nächste Theme-Update ist planbar, weil klar ist, was angepasst wurde. Und die nächste App-Idee bekommt erst einmal die Fragen aus der Inventur, bevor sie installiert wird.
Das Ergebnis bei LOULEX
- Sechs Apps weniger, ihre Funktionen laufen jetzt fest im Shop.
- 299 € im Monat für die Übersetzung und rund 60 € für die Apps fallen weg.
- Sieben Sprachen, direkt in Shopify gepflegt statt in einem fremden System.
- Dreimal bessere Note im technischen SEO-Check als vor dem Umbau.
- Nach rund neun Monaten macht sich der Umbau bezahlt, allein durch die wegfallenden Lizenzkosten. Der SEO-Gewinn kommt obendrauf.
rund 9 Monate
Gerechnet allein mit den wegfallenden Lizenzkosten, ohne Kostenachse. Der SEO-Gewinn ist nicht eingerechnet und kommt obendrauf.
Die ganze Geschichte mit allen Details: LOULEX: Sechs Apps raus, sieben Sprachen aus eigener Hand.